Wenn Verbundenheit da ist – aber nicht ankommt
Es gibt eine Form von Einsamkeit, für die es lange keine Worte gab.
Sie fühlt sich nicht laut an, nicht dramatisch, nicht offensichtlich.
Und vielleicht ist genau das der Grund, warum sie so lange übersehen wurde – sogar von mir selbst.
Ich war nie allein.
Ich lebte in Beziehungen, arbeitete mit vielen Menschen, war eingebunden in Gruppen, Projekte, Verantwortung.
Ich habe zugehört, begleitet, gehalten, geholfen.
Und doch war da immer dieses leise, tiefe Gefühl:
Ich bin innerlich allein.
Nicht verlassen.
Nicht ungeliebt.
Sondern innerlich unerreicht.
Es war eine Einsamkeit mitten in Gemeinschaft.
Ein Alleinsein, obwohl Menschen da waren.
Eine seelische Isolation, die niemand sehen konnte – und die ich selbst lange nicht benennen konnte.
Ich erinnere mich gut an das Unverständnis meines damaligen Partners.
Er verstand nicht, was ich meinte.
Und ich konnte es ihm nicht erklären.
Nicht, weil ich nicht wollte – sondern weil mir selbst die Worte fehlten.
Wie beschreibt man einen Schmerz, der nicht aus dem Außen kommt?
Wie erklärt man ein Fehlen, wenn doch alles „da“ ist?
Ich hatte Menschen um mich.
Aber niemand hat mich wirklich erreicht.
Niemand hat diesen stillen Schmerz gesehen.
Und vielleicht konnte ihn auch niemand sehen – weil ich selbst keinen Zugang dazu hatte.
Heute weiß ich:
Das war keine klassische Einsamkeit.
Es war innere Getrenntheit.
Ein Teil von mir war da – funktionierend, präsent, zugewandt.
Und ein anderer Teil war früh zurückgezogen.
Still. Wachsam. Schutzsuchend.
Dieser Teil hatte gelernt:
Allein ist sicherer.
Er war nicht verschwunden.
Er war nur nicht integriert.
Erst viele Jahre später – auf einem spirituellen Retreat – geschah etwas, das alles veränderte.
Dort erlebte ich zum ersten Mal diese Verbindung, nach der ich mich so lange gesehnt hatte.
Nicht zu einem Menschen.
Sondern zu mir selbst.
Es war, als würde etwas zurückkehren.
Oder vielleicht: als würde ich mich selbst durch eine seelische Tiefe wiederfinden.
Diese Verbundenheit war eine Wohltat, die sich kaum beschreiben lässt.
Still. Weit. Warm. Wahr.
Ich wusste in diesem Moment:
Ich habe mich selbst wieder angebunden – auf der höchsten Ebene, die mir möglich war.
Als ich nach Hause kam, war dieses Gefühl verschwunden.
Diese innere Einsamkeit.
Dieses Alleinsein in Gemeinschaft.
Es war einfach nicht mehr da.
Und erst rückblickend wurde mir klar, was wirklich geschehen war:
Ich hatte eine tiefe Reconnection erlebt.
Eine Rückverbindung von Bewusstsein, Seele, inneren Anteilen.
Eine Integration dessen, was sich einst aus Schutz zurückgezogen hatte.
Genau das ist es, was ich heute mit Menschen mache.
Manche nennen es Seelenrückholung.
Andere Bewusstseinsrückholung.
Für mich ist es ein liebevolles Zurückholen dessen, was sich früh zurückgezogen hat, um zu überleben.
Nicht dramatisch.
Nicht spektakulär.
Sondern leise, tief und zutiefst menschlich.
Viele Menschen, die zu mir kommen, sagen ähnliche Sätze:
Ich habe alles – und fühle mich trotzdem allein.
Ich bin unter Menschen – und doch nicht verbunden.
Ich suche Nähe – aber sie kommt nicht wirklich an, weil ich sie nicht richtig zulassen kann.
Wenn du dich darin wiedererkennst, dann ist mit dir nichts falsch.
Dann fehlt dir nichts im Außen.
Dann wartet in dir etwas darauf, wieder integriert zu werden.
Dieser Text ist für dich, wenn du dieses Gefühl kennst, aber nie benennen konntest.
Wenn du lange dachtest, du müsstest dich einfach mehr anstrengen, mehr öffnen, mehr verstehen.
Und wenn du tief in dir wusstest:
Es geht nicht um die anderen.
Es geht um die Verbindung zu dir selbst.
Und diese Verbindung ist möglich.
Sie ist erinnerbar.
Und sie darf sanft, würdevoll und in deinem Tempo zurückkehren.
Gerne helfe ich dir, dich mit dir selbst zu verbinden.
Ich bin für dich da.