Deine Weiblichkeit erinnert sich
Wenn Frauen in der inneren Arbeit wieder in die Gebärmutter eintreten und es sich erlauben, diesen Raum bewusst wahrzunehmen, zeigt sich dieser Weg oft nicht als Methode, sondern als Durchgang.
Wie ein inneres Portal, das Bewegung ermöglicht und etwas neu ordnet, ohne dass etwas aktiv getan werden muss.
Dieses Eintreten ist weniger ein Tun als ein Erinnern.
Ein Erwachen zu einem Raum, in dem Wandlung selbstverständlich geschieht, weil hier Energie sich bewegt, sich verdichtet und wieder löst.
Die Gebärmutter ist nicht nur ein Organ. Sie ist ein Raum des Seins.
Der Schoßraum – mehr als Funktion, mehr als Vorstellung
Der Schoßraum ist ein innerer Raum, der dir gehört.
Er ist nicht das, was sichtbar wird, und auch nicht das, was er leisten könnte.
Er muss keinem Bild folgen, keiner Erwartung entsprechen, keiner Vorstellung davon, wie Weiblichkeit auszusehen hätte.
Hier lebt Weiblichkeit als Würde.
Als Empfang.
Als innere Grenze.
Als stilles Wissen darum, was stimmig ist.
Dieser Raum braucht keine Aufgabe, um vollständig zu sein.
Er ist Raum, weil er da ist.
Und doch erleben viele Frauen diesen inneren Ort nach Verlusten, nach langen Phasen des Funktionierens oder nach tiefer Anpassung als fern oder kaum erreichbar.
Nicht, weil er verloren gegangen wäre, sondern weil sich der Kontakt zurückgezogen hat.
Manchmal so leise und so lange, dass er kaum noch gespürt wird.
Heilung ist keine Technik
Die Heilung der Gebärmutter ist keine Technik und kein Ziel.
Sie ist eine Rückkehr in den inneren Kontakt.
Ein leises inneres Ja zu deinem Körper, so wie er jetzt ist.
Für manche Frauen beginnt dieser Kontakt über Wahrnehmung, über Worte, über Atem oder stille Präsenz.
Für andere reicht das nicht aus, weil Erfahrungen so tief im Körper gespeichert sind, dass sie nicht allein über innere Ansprache erreicht werden.
Dann darf Heilung auch über den Körper geschehen.
Über achtsame, bewusste Berührung, die nicht etwas bewirken will, sondern lauscht.
Die nicht nimmt, sondern einlädt.
Die den Schoßraum nicht öffnet, sondern ihm erlaubt, sich selbst wieder zu zeigen.
Berührung als Erinnerung
Gerade nach Fehlgeburten, Verlusten oder innerem Rückzug kann liebevolle, respektvolle Berührung helfen, wieder Bewusstsein in diesen Raum zu bringen.
Nicht, um etwas zu verändern.
Sondern um zu spüren.
Manche Frauen wählen dafür einen geschützten Raum von Frau zu Frau.
Andere erleben diese Nähe auch mit einem präsenten, liebevollen Partner.
Entscheidend ist nicht die Form, sondern die Haltung.
Achtung.
Langsamkeit.
Würde.
Wenn diese Qualitäten den Raum halten, beginnt etwas sich zu erinnern.
Nicht laut.
Nicht dramatisch.
Sondern still, klar und wahr.
Die Rückkehr zu dir
Gebärmutterheilung bedeutet nicht, etwas zu reparieren.
Sie bedeutet, dich wieder zu bewohnen.
Deinen inneren Raum wieder als deinen zu erkennen.
Ohne Druck.
Ohne Ziel.
Ohne Erwartung.
Und genau hier beginnt oft die tiefste Ordnung.
Wenn du diesen Raum in dir weiter erkunden möchtest, findest du in meinem Buch
„Seelenfrieden nach Abtreibungen und Fehlgeburten“
vertiefende Gedanken, behutsame Impulse und einen geschützten Zugang zu genau diesen inneren Themen.
Das Buch begleitet Frauen dabei, den Schoßraum wieder als eigenen Raum zu erfahren – jenseits von Schuld, Druck oder Erwartungen.
Es lädt ein, Frieden zu finden mit dem, was war, und wieder in eine stille, klare Verbindung mit dem eigenen Körper zu kommen.
Du kannst dort weiterlesen, in deinem Tempo, in deiner Tiefe – und dich erinnern an das, was in dir immer da war.